



Spätmoderne in der Krise, Fachbücher von Hartmut Rosa, Andreas Reckwitz
28,00 €
In Zeiten tiefgreifender sozialer Umbrüche und Krisen schlägt die Stunde grundsätzlicher Analysen, die die gegenwärtige Gesellschaft als Ganzes in den Blick nehmen, ihre Strukturmerkmale und Dynamiken untersuchen und vielleicht sogar Wege aus der krisenhaften Entwicklung aufzeigen. In jüngster Zeit haben Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa grossangelegte, jedoch unterschiedlich akzentuierte Gesellschaftstheorien vorgelegt, die die gegenwärtigen Debatten über die Spätmoderne massgeblich bestimmen. In diesem gemeinsamen Buch treten sie nun in einen kritischen Dialog. Ausgehend von dem geteilten Anliegen, dass die Analyse der Moderne als Sozialformation ins Zentrum einer Soziologie gehört, die ihre Aufgabe der Aufklärung der Gesellschaft über sich selbst ernst nimmt, entfalten sie in umfangreichen Essays zunächst ihre je eigene gesellschaftstheoretische Perspektive: Während Reckwitz „soziale Praktiken“, „Kontingenz“ und „Singularisierung“ als Leitbegriffe wählt, entscheidet sich Rosa für „Beschleunigung“, „Steigerung“ und „Resonanz“. Im zweiten Teil des Buches spitzen sie ihre Positionen nochmals zu, arbeiten Gemeinsamkeiten heraus, markieren aber auch grundlegende Differenzen - und zwar im direkten, von Martin Bauer moderierten Gespräch.
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